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Allgemein · Sportregion

Wofür entscheidest Du dich heute?

15. März 2021

Jeden Tag stehen wir auf und treffen ca. 20.000 Entscheidungen. Manchmal blitzschnell, manchmal und lange überlegt. Einige haben einen massiven Einfluss auf unser Leben, dagegen bleibt die Wirkung bei anderen fast unbemerkt. Es gibt Entscheidungen, bei denen wir direkt eine Wirkung spüren und bei anderen wiederum bekommen wir erst in der Zukunft ein Feedback.
Und ob wir es merken oder nicht: Viele Entscheidungen, die wir treffen haben einen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wobei wir schon beim Thema sind. Gesundheit. Was ist das eigentlich? Wann sind wir gesund und was macht uns gesund? Und was hat das überhaupt mit dem Sportverein zu tun? Ich sage ganz plakativ: Alles.

Aber jetzt einmal von vorne: Was ist Gesundheit?
Es gibt unzählige Definitionen für den Begriff Gesundheit. Oder weise Worte, wie die von Arthur Schopenhauer: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Das mag vielleicht stimmen, beantwortet aber nicht wirklich die Frage. Also, was ist Gesundheit?
Beantwortet wird die Frage, durch die Definition der World Health Organisation. Laut dieser Definition ist Gesundheit nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen ist. Gesundheit ist vielmehr ein Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. So fließen nicht nur offensichtliche Erkrankungen oder Verletzungen in die Definition, sondern auch physische, das psychische und soziale Wohlbefinden. Also betrachten wir die Gesundheit als ein komplexes Konstrukt, das von vielen Einflüssen abhängig ist. Dieses Konstrukt bedient allerdings kein schwarz-weiß-Denken. Oder besser gesagt ein „entweder-gesund-oder-krank-Denken“. Es gibt viel mehr eine stufenlose Skala auf der man zwischen Gesundheit und Krankheit schwankt. So kann man zwar beispielsweise ein körperliches Gebrechen haben (physische Gesundheit) aber trotzdem psychisch und sozial sehr gut aufgestellt sein.

Doch wie werden diese Schwankungen auf der Skala beeinflusst? Oder wie oben formuliert: Was macht uns gesund?
Auch hier gibt es unzählige Modelle, die der Frage nachgehen. Ich habe mir für diesen Blog das Salutogenesemodell des amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky vorgenommen und möchte es kurz und knapp umreißen. Hier findet man verschiedene Einflussfaktoren auf die Gesundheit, die immer von Stress oder dessen Bewältigung abhängt. Im Allgemeinen wird dementsprechend die Skala zwischen Gesundheit und Krankheit durch Stress und Stressbewältigung beeinflusst.
In unserem Alltag sind wir sind unzähligen Stresssituationen ausgesetzt. In dem Modell finden wir unter anderem den sozialen und den psychischen Stress. Je nachdem, wie wir mit sozialem oder psychischem Stress umgehen können, landen wir in einem Wohlbefinden oder in einem Missbefinden. Je nachdem  wandern wir auf der Skala Richtung Gesundheit oder Krankheit. Durch verschiedene Verhaltensmuster und Gewohnheiten können wir indirekt unseren psychischen Stress und dessen Bewältigung beeinflussen. Das gelingt uns beispielsweise durch soziale Einbindung oder durch unseren allgemeinen Lebensstil.
Außerdem sind in dem Modell weitere Stressfaktoren zu finden, die wir nicht direkt beeinflussen können. Gegen Wind und Wetter können wir uns zwar gewissermaßen schützen, können diesem physikalischen Stress aber nicht vollständig aus dem Weg gehen. Auch dem biochemischen Stress in Form von Umweltbelastungen in unserer Umgebung können wir nicht völlig ausschalten. Trotz dessen haben wir verschiedene Bewältigungsstrategien entwickelt, die für unsere Gesundheit sorgen. Natürlich zählt hier auch unser Immunsystem eine große Rolle, das auf den Stress von Umwelteinflüssen reagiert.
Die Eingangsfrage, was uns Gesund macht, lässt sich in dieser Kürze letzten Endes leider nicht beantworten.

Allerdings können wir festhalten, dass verschiedene Stressfaktoren auf unsere Gesundheit Auswirkung haben. Einige davon können wir beeinflussen, andere nicht. Der Stress wird zunächst objektiv Wahrgenommen und bewertet. Allerdings haben wir durch erlernbare Bewältigungsstrategien die Möglichkeit, individuell Entscheidungen zu treffen und die Bewältigung des Stresses zu trainieren. Nun ist es an uns die passenden Entscheidungen zu treffen, um an unserem psychischen, physischen und sozialen Wohlbefinden zu schrauben.

Im nächsten Blogeintrag möchte ich der Frage nachgehen: Was hat das alles mit dem Sportverein zu tun?

Bis bald, bleibt gesund!
Marc

m.meitzler@sportregion-aow.de

Marc Meitzler

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