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Allgemein · Sportregion

Wofür steht ihr eigentlich?!

21. August 2019

Eine junge Schwedin macht momentan allen vor, wie man durch eine klare Message hunderttausende Jugendliche erreicht und motiviert für etwas die Stimme zu erheben. Die Farbe Grün steht mehr und mehr für Nachhaltigkeit und Naturschutz, die Farbe Blau für Rettung der Weltmeere und sauberes Trinkwasser. Alles Symbole, die sich aktuelle gesellschaftliche Bewegungen zu Nutze machen. Nur der Sport kommt mit der Schnelllebigkeit oft nicht ganz mit. Ganz nach dem Motto: “In der Halle nur mit heller Sohle!”

Vielleicht ist die Frage im Titel für einige Vereine von euch leicht zu beantworten: Jugendsport und Jugendförderung, Gesundheitssport, für eine gute Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das sind respektable Werte, die ich von klein auf in Vereinen der Region erlebt habe. Doch ich habe viel mehr erlebt und gelernt, über das nur selten gesprochen wird. Angefangen von Fahrgemeinschaften zum Training bis zu der Frage, warum die Dusche immer nach 5 Sekunden ausgeht. Die Herausforderung ist es, diese für Vereine alltäglichen Dinge nicht als selbstverständlich anzusehen, sondern darüber zu sprechen, warum ein Verein auf Kunstrasen spielt und ob dies vielleicht sogar nachhaltiger ist, als die natürliche Alternative.

Ob man Läufe in der Vorbereitung mit “Plogging” verbindet (die NWZ berichtete), oder beim nächsten Arbeitseinsatz seine Auswechselbänke bepflanzt, wie in Utrecht die Bushaltestellen, ob man die Reste im Vereinsheim per foodsharing unter den Mitgliedern verteilt, oder sich in Sachen Ausrüstung an nachhaltigen Kriterien orientiert. Es gibt eine Menge kleiner erster Schritte, um Nachhaltigkeit im Vereinsalltag zu platzieren.

Eine schöne Übersicht bieten “Die Nachhaltigen 222” von der Hilfswerft. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse über nachhaltigen Konsum zusammengetragen und Unternehmen und Initiativen visualisiert. Das Poster bringt sicherlich neue Ansätze und Schwung ins Vereinsheim und die nächste Vorstandssitzung.

Eine andere Möglichkeit Haltung nach außen zu zeigen sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Nehmt diese 17 Ziele doch einmal mit in eure nächste Besprechung und priorisiert diese: Welche fünf Ziele sieht euer Verein als am Wichtigsten an und für welches Ziel stellt ihr euch in den Startblock? Warum hier eine Chance liegen könnte? Zum einen können euch Menschen erreichen, die für dieselben Ziele einstehen und zum anderen könnt ihr mit neuen Partnern, Unternehmen, Initiativen und Bewegungen in Kontakt treten und Synergien nutzen, neue Sponsoren gewinnen oder gemeinsame Projekte und Bewegungen ins Leben rufen. Ihr habt die Chance nicht ausschließlich auf den Sport, feste Trainingszeiten und unflexible Mitgliedermodelle reduziert zu werden. Packt sie und schafft Relevanz; auch für eure tägliche Arbeit.

Versteht mich nicht falsch: mir geht es nicht darum den Moralapostel zu spielen und euch zu sagen, dass ihr sozialer, nachhaltiger oder fairer sein sollt. Mir geht es darum, die Chance dieser Welle zu ergreifen, die gerade durch die Gesellschaft fegt und zu erkennen, dass sich junge Menschen für die Zukunft interessieren, dass sich Leute mit der richtigen Motivation sehr wohl engagieren und eine Menge ehrenamtlich auf die Beine stellen. Viele von euch stehen bereits für die angesprochenen Werte; sprecht darüber!

In diesem Sinne: haltet Ausschau nach den Wellen, die vor eurer Tür warten.

Vamos! Euer Hergen

Hergen Fröhlich

macht mit! Roundnet - ein Trendsport für die Region!
"Überraschtes Ehrenamt"